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22.1.2010 in Kornwestheim – Nachbericht

15 September 2010

Am Freitag den 22.01.2010 war ich in der Theodor-Heuss-Realschule zu Gast, um über die Reise- und Recherche Erlebnisse zu meinem Buch „Mein Wunscherbe“ zu berichten. Dietmar Dekrell, Rektor der Schule, hatte mich dazu eingeladen. Hierzu präsentierte ich meinen medialen Prolog „Auf den Spuren meiner Mutter in Kalkutta“. Ich berichtete den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8 und 9 von der jüngeren Geschichte Indiens, der Lebensweise einer Brahmanenfamilie, von dem überwältigenden Betrieb in der Millionenstadt Kalkutta und vielem mehr.

Die Schüler waren begeistert und nahmen eifrig die Gelegenheit wahr, mir nach dem Vortrag jede Menge Fragen zu stellen. Schließlich musste Frau Fabritius-von Khuon-Wildegg die Fragestunde beenden, da das Interesse sehr groß und kein Ende abzusehen war. Mein Vortrag fand während der normalen Unterrichtszeit statt. Alle anwesenden Schüler nahmen freiwillig daran teil und holen die versäumte Unterrichtszeit nach. Das verdient Anerkennung!

Ein nettes Dankeschön für die Autorin

Ein nettes Dankeschön für die Autorin

Die Theodor Heuss Realschule in Kornwestheim veranstaltet jährlich eine einwöchige Schreibwerkstatt mit dem indischen Schriftsteller Rajvinder Singh. Innerhalb einer Woche erarbeiten die Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Schreibwerkstatt“ dabei eine deutsch-indische Geschichte und tragen diese der Öffentlichkeit in einer Abendveranstaltung vor.

Unter folgendem Link berichteten die „Stuttgarter Nachrichten“ über dieses Ereignis:

Stuttgarter Nachrichten – Ein vielschichtiges Bild von Indien vermitteln

„Ein vielschichtiges Bild von Indien vermitteln

Kornwestheim Möglinger Autorin berichtet Teilnehmern der Schreibwerkstatt der Realschule von einer Reise. Von Marius Nobach
Das wird eine wahre Bilderflut werden“, kündigt Eva Fabritius-von Khuon-Wildegg, Lehrerin an der Kornwestheimer Theodor-Heuss-Realschule, den Vortrag zum Thema „Indien“ an. Etwa 50 Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen waren in die Mensa der Schule gekommen und verfolgten gespannt den Bildervortrag der Autorin Dietlinde Hachmann.

Die Möglingerin gab in ihrem Vortrag die vielfältigen Eindrücke wieder, die sie vor zwei Jahren bei einem Aufenthalt in Indien sammelte. Sie erzählte in sehr lebendigem Vortragsstil und untermalt von zahlreichen Bildern des Landes und des Alltagslebens der Inder von ihren persönlichen Gründen für die damalige Reise, von ihren eigenen Erlebnissen und von den Besonderheiten der indischen Gesellschaft. So berichtete sie vom Kauf eines Sari und von den Verkehrsverhältnissen in der Multimillionenstadt Kalkutta, die von Europäern als äußerst chaotisch wahrgenommen würden. Wichtig war es der Autorin, den Schülern insgesamt ein vielschichtiges Bild von Indien zu vermitteln. „In den Medien wird Indien fast ausschließlich auf Armuts- und Elendsbilder reduziert“, kritisierte Hachmann. Deshalb zeige sie in ihrem Vortrag auch das wohlhabende Indien, ohne dabei das Armutsproblem zu verheimlichen. Die Schüler folgten dem Vortrag sehr aufmerksam und interessiert und machten ausgiebig Gebrauch von dem Angebot, Fragen an die Autorin zu stellen. Besonderes Interesse zeigten die Schüler am Kastensystem, von dem die indische Gesellschaft nach wie vor geprägt ist. Dies hatte Hachmann bei ihrer Reise selbst erlebt. „Ein Abbau dieser jahrhundertealten gesellschaftlichen Schranken geschieht natürlich auch nicht von heute auf morgen“, sagte Hachmann.

Die Schule hatte den Vortrag als eine Art der „Nachlese“ zur letztjährigen Schreibwerkstatt angeboten. Diese fand 2009 bereits zum fünften Mal in Kooperation mit der Deutsch-Indischen Zweiggesellschaft Stuttgart statt. Schüler der neunten Klassen hatten gemeinsam eine Geschichte erarbeitet, in der es unter anderem auch um Indien gegangen war. „Im Anschluss an die Präsentation der Geschichte entstand die Idee, den Schülern das Land Indien etwas näher zu bringen“, erklärte Fabritius-von Khuon-Wildegg. Der Gastvortrag sei auch eine Würdigung der Arbeit der Schüler, die sich in der Schreibwerkstatt und bei der Organisation der Präsentation engagiert hatten.

Als Dank für den unterhaltsamen und informativen Vortrag überreichte Schulleiter Dietmar Dekrell der Autorin abschließend unter dem donnernden Applaus der Schüler einen Strauß mit Blumen in den Farben der indischen Flagge und eine Flasche Wein. Dekrell, der Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Indischen Zweiggesellschaft Stuttgart ist, hofft, dass sich seine Realschüler auch weiterhin mit Indien beschäftigen werden. Dietlinde Hachmann empfand die Reaktion und die Aufnahmebereitschaft der Schüler jedenfalls als sehr ermutigend. „Vielleicht hat ja sogar der eine oder andere Lust auf mehr bekommen.“

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