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Eine Besonderheit – Hohenstein

3 November 2011

Rege Gespräche - schon vor dem eigentlichen Beginn der Veranstaltung.

Rege Gespräche - schon vor dem eigentlichen Beginn der Veranstaltung.

Wie ja bereits hier im Blog angekündigt angekündigt, war ich am Donnerstag zu Gast in Hohenstein und kann nur wieder mal sagen: “eine nette Runde, viele interessante Gespräche und eine »wahrlich« erfolgreiche Veranstaltung“, obgleich es mir diesmal schon eine ganz besondere Freude war, dass die Idee des Veranstalters so gut angenommen wurde …

Kultur erleben – live dabei!” hieß es am 3. November 2011 in Hohenstein. Diese Parole schrieb sich der Ortsverein Breithardt der SPD Hohenstein nämlich auf die Fahne und realisierte damit eine lang gehegte Idee zur »Förderung kultureller Veranstaltungen«. Jeder Bürger -gleich welcher Partei- war herzlich eingeladen zu diesem ersten Abend der damit ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe. Damit auch wirklich »jedem« der Eintritt möglich wurde, setzte die sonst politische Organisation ihre Möglichkeiten ein und organisierte somit einen Abend, wie ich ihn sonst nur in größeren Städten gehalten habe.

Mir wurde die Ehre zu Teil, als “eröffnende Künstlerin” dabei zu sein und dieses neue, interessante Projekt kultureller Förderungen aus der Taufe zu heben. Klar, es hätte auch alles ganz anders laufen können, doch schon zum Einlass standen erste Besucher voller Erwartungen der Abendkasse, vor dem Tisch des 2ten Vorsitzenden Daniel Ott, der es sich wohl nicht nehmen lassen wollte, den Zulauf seiner Idee am frühest möglichen Punkt selbst erfahren zu können. Niemand konnte schließlich wissen, ob es ein “TOP” oder “FLOP” werden würde und ob diese Form der Förderung auch auch Anklang findet.

Zugegeben, ein wenig “exotisch” klingt es ja schon, wenn eine politische Partei zu einem »freien Literaturabend« lädt und vielleicht lag auch genau hierin der Grund, warum man bei der Werbung, auf den Plakaten, im Flyer und auf der Eintrittskarte, gänzlich auf das sonst übliche Parteilogo verzichtete?! Nein, nein – es sollte schon der alleinige Gedanke im Vordergrund stehen, dass man seinen Mitbürgern “etwas ermöglichen” möchte und so “exotisch”, dies in unserer Partei-verdrossenen Zeit auch klingen mag, so habe ich doch schließlich auch “exotisches” zu berichten? Das war für mich Grund genug, dieses Experiment zu unterstützen – ganz davon abgesehen, dass ich diese Idee sehr sympathisch finde und deshalb gern mitmachte.

Um 18.00 Uhr sollte der Abend nun also beginnen und einige Gäste trafen sogar schon weit vorher ein. Eine gute Gelegenheit, sich mit ihnen zu unterhalten und so hörte ich von den verschiedensten Gründen, die sie zur Teilnahme bewegt hatten. Es erstaunte mich, dass tatsächlich viele gekommen waren, die eben nicht der SPD angehören und aus purem Interesse an der Geschichte, einer Lesung und diesem “etwas anderem” Anlass gekommen sind.

Niemand von ihnen war je zuvor in Indien, keiner hatte eine Reise dort hin geplant und nicht einer kannte die Deutsch-Indische Gesellschaft. Aber, das war auch nicht mein Ziel, ich wollte “lediglich” die Geschichte von “Mein Wunscherbe”  erzählen und das in einer bebilderten Präsentation, die ich -eigens für diesen Auftakt- völlig neu überarbeitet hatte.

Während ich mit meinem Vortrag begann, spürte ich Anfangs eine gewisse Unruhe im Publikum, die sich aber sehr schnell wieder legte – ja, es wurde sogar “mucks-mäuschen-still“! Meinen Vortrag für diesen Abend stellte ich unter das Motto “Eine ungewöhnliche Familie” und machte schnell klar, dass ich aus dieser ungewöhnlichen Familie entstamme – was man auch leicht an meiner Kleidung erkennen konnte. Da ich einen Sari trug, dem typischen Bekleidungsstück einer Inderin, lag dies wohl nahe. Dabei wollte ich eigentlich gar nicht so sehr das Land Indien repräsentieren, aber da die Geschichte meines “Wunscherbes” ganz viel mit Indien zu tun hat, bietet es sich schlichtweg an. Außerdem räume ich auch gerne ein, dass ich es sogar liebe, einen Sari zu tragen.

Die “Unruhe”, von der ich eben sprach, kam gewiss daher, dass die Blicke der Zuschauer stets von mir zur Leinwand und zurück wanderten. Das dauerte eine kleine Weile und dann wurden die Bilder zur Geschichte interessanter als ich. Ich spürte die Faszination der Zuschauer, die gebannt lauschten. Ein Phänomen, dass sich bisher jedes Mal während meiner Erzählungen eingestellt hat. Als ich zur Pause einlud, gab es großes Erstaunen – weil die 45 Minuten als “so schnell vorüber” empfunden wurden.

Buchhandlung Brigitte Boos

Buchhandlung Brigitte Boos auf der Aarstr. 96 in 65232 Taunusstein

Hinweis:

Die Inhaberin der Taunussteiner Buchhandlung LITERATOUR, Frau Brigitte Boos, kam -sozusagen- als Privatperson und ging als eine weitere, begeisterte Zuschauerin. Frau Boos bot allen an, die “Mein Wunscherbe” an diesem Abend nicht mehr bekommen konnten, das Buch vorrätig zu haben, bzw. es sehr schnell auch bestellen zu können.

Hierfür (m)ein herzliches Dankeschön an Frau Boos, die Sie in der Buchhandlung Brigitte Boos, auf der Aarstr. 96 in 65232 Taunusstein finden können.

Selbstverständlich können Sie “Mein Wunscherbe” auch weiterhin im freien Buchhandel Ihrer Wahl beziehen oder über die üblichen Online-Buchhändler, wie z.B. bei amazon.de.

Während der Pause, in der vom SPD Ortsverein Erfrischungsgetränke und kleine Snacks angeboten wurden, fanden viele, interessante Gespräche statt. Wobei das Erstaunen über die vielen,vielen Facetten der Geschichte stets vorherrschte. Männer, die sich auf einen so genannten “Frauen-Abend” eingestellt hatten, wunderten sich über die Vielseitigkeit der Themen und fühlten sich ebenso in den Verlauf der Geschichte einbezogen wie einige Zauderer, die “an Indien eigentlich kein Interesse” hatten und anschließend mehr über dieses Land erfahren wollten.

Die meisten waren von der Geschichte sehr ergriffen und ließen sich ihr Exemplar, dass sie Teils mitbrachten und auch nach dem Vortrag erwerben konnten, von mir signieren, wobei sich wieder wunderbare Gespräche ergaben.

Allgemein wurde dieses neue “SPD-Projekt” aber nicht nur sehr gelobt und anerkannt, sondern auch freudig und begeistert angenommen und ganz besonders hat mich gefreut, dass ich zu diesem gelungenen Auftakt beitragen konnte.

Ein paar Stimmen zur Lesung:

[Frederic Chr. Reuter]““Dietlinde Hachmann ist wieder mal einfach wunderbar gewesen!!! Ganz besonders erstaunlich fand ich diese absolute, totale Stille im Publikum. Kein Tuscheln, kein Rascheln, kein Hüsteln – einfach nur lauschende Stille und total gefesselte Zuhörer. Besonders STARK und das Allerbeste überhaupt: Zum ersten Mal kam jemand auf mich zu und sagte mir persönlich: »Sie hatten _absolut_ Recht: ich hätte _wirklich_ etwas verpasst« und die Dame bedankte sich mit einem Handschlag und den Worten: “Dankeschön für ein ganz wunderbares Erlebnis, dass ich mit Sicherheit verpasst hätte, wären sie nicht so überzeugend gewesen” – toll, oder?!”

[Daniel Ott]““Ich hatte heute einen schönen Abend auf der Veranstaltung der SPD Hohenstein auf der bebilderten LeseErzählung mit der Autorin Dietlinde Hachmann”

Nachtrag

Ganz offensichtlich war der einladende Veranstalter vom Erfolg dieses Abends und meinem Anteil daran so angetan, dass man uns (also weitere Helfer und mich) am nächsten Tag zu einer ganz besonderen Führung durch Frau K. Pfaff  auf Kloster Eberbach einlud. Dieses sehr beeindruckende Erlebnis werde ich gerne noch mit Ihnen teilen und nach der Rückkehr meiner kleinen “Tour” mit  Bildern davon gesondert berichten. Schauen Sie doch einfach im Laufe der kommenden Woche noch einmal hier auf meinem Blog vorbei und lesen Sie selbst, mit welch schöner Idee sich die SPD bei mir erkenntlich zeigte – ich war begeistert, überrascht und fasziniert zugleich.

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2 Kommentare zum Artikel “Eine Besonderheit – Hohenstein”

  1. Ich musste auch erst überredet werden und bereu nicht da gewesen zu sein. War sehr gut vorgetragen und man spürt, das die Frau ihre Familiengeschichte und das Thema Indien liebt und lebt. Die Stille beim vortrag, nur vom lachen unterbrochen, beweisst ja auch, das wir alle in die Leinwand gestiegen und ganz wo anders waren und auch eine Woche später ist es im Aarbote noch eine richtig grosse Meldung wert: http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/untertaunus/hohenstein/11343690.htm#

  2. Daniel Bauer, Vorsitzender der SPD-Hohenstein

    Liebe Frau Hachmann,

    im Namen der Kollegen unserer SPD Hohenstein, sowie auch ganz sicher im Namen vieler Besucher ihrer so fesselnden Vorlesung, »muss« und »möchte« ich mich noch Mal ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

    Wie Sie in Ihrem obigen Nachbericht schon so treffend resümieren, war es in der Tat „eine »wahrlich« erfolgreiche Veranstaltung“ und es herrschte auch unter den anderen Besuchern ein ganz deutlich spürbares Maß an Begeisterung und Faszination, wie wir es uns als Veranstalter kaum hätten besser wünschen können.!

    Gerade ihr Einsatz für Indien, für die Leistungen ihrer Mutter und das Engagement für diese ausgesprochen komplexen Themen zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und selbst erlebter Eindrücke, waren mir persönlich nicht nur ein spannendes und faszinierendes Erlebnis, sondern auch sehr inspirierend für die eigene, alltägliche Arbeit an einer besseren, zufriedenen Gemeinschaft, einem positiven Wirken für »unsere« und »unser aller« Zukunft.

    Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen alles, alles nur erdenklich Gute, sowie ihrem Buch „Mein Wunscherbe“ und der gesamten Reihe ihrer so eindrucksvollen Vorträge zur „bebilderten LeseErzählung“, weiterhin solch großartigen Erfolg …

    … auf das noch ganz viele Menschen dieses beeindruckende Erlebnis selbst erfahren dürfen.

    In diesem Punkt kann ich mich wirklich nur den beiden Zitaten im Anschluss an den hiesigen Nachbericht anschließen und jedem Interessierten an Herz legen, eine solche Vorlesung mal selbst besucht haben zu müssen. Denn wie es schon an anderer Stelle und von anderen Besuchern im Internet zu lesen stand, kann auch ich nur zustimmen, dass ich wirklich “etwas verpasst hätte” und der sonst so gängige Begriff einer „Vorlesung“ schon nur noch ein “dem Erlebnis nicht mehr gerecht werdender Konsens” ist.

    Ich kann mich also wirklich nur von ganzem Herzen für Ihre Mitwirkung, den persönlichen Einsatz und ihre Unterstützung bedanken und sehe voller Freude schon Heute auf die Möglichkeit, dass wir uns (evtl. schon bald) zu einem weiteren Vortrag wiedersehen können …

    … bei uns zu Gast, in Hohenstein.

    Mit den besten Wünschen,
    Ihr…
    Daniel Bauer
    1.Vorsitzender der SPD Hohenstein

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