Warum …

… dies Buch geschrieben werden musste, ist sicherlich eine der immer wiederkehrenden Fragen, auf die man hier mal eingehen sollte.

Diese Geschichte , die dem Buch “Mein Wunscherbe” zugrunde liegt, stellt für mich keinen Grund dar, weshalb ich mich meiner Mutter, meines Vaters oder meines „Onkels“ Deboo schämen müsste. 

Ganz im Gegenteil:

Ich bin stolz auf sie! Drei wichtige Gründe dafür:

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An erster Stelle steht für mich die Aufklärung für die Familie, wobei ich selbstverständlich die indische Familie mit einbeziehe.

Niemand hat etwas von dieser Liebe der beiden Protagonisten gewusst, vielleicht hat jemand etwas geahnt, aber nicht gewusst. Galt es zu den Zeiten, als sich diese Geschichte ereignete, noch als äußerst verwerflich, eine solche Liebe auszuleben, so kann heute nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt werden, dass die sogenannte „Ehre“ der Familie einen weitaus höheren Stellenwert besaß. In Deutschland hat sich seit jener Zeit viel verändert, in Indien auch. Dennoch gibt es noch immer zu viele unglückliche Lieben.

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An zweiter Stelle steht die Ehre, die ich meiner Mutter zuteil kommen lassen möchte.

Sie hat versucht, vielen jungen, indischen Studenten, die sich schwer taten, sich in unserem Deutschland wohl zu fühlen, die sich einsam, fremd und allein gelassen fühlten, in Hamburg ein wenig Heimat zu geben. Zunächst waren dies nur wenige, aber die Anzahl nahm stetig zu. Das veranlasste sie, im Oktober 1954 zum zweiten Mal die Deutsch-Indische Gesellschaft in Hamburg e.V. zu gründen, nachdem 1942 die erste Gründung der gleichnamigen Gesellschaft stattgefunden hatte. Unter Teilnahme von Subhas Chandra Bose, dem heute gefeierten Freiheitskämpfer Indiens, wurde der damalige Hamburger Bürgermeister Krogmann zum Präsidenten gewählt. Allerdings wurde dem Verein 1951 die Rechtsfähigkeit wieder entzogen, da sich mehrere Persönlichkeiten der NSDAP unter den Mitgliedern befunden hatten.

Dass meine Mutter dadurch unzweifelhaft etwas menschlich Hervorragendes geleistet hat, steht außer Frage. Mit diesem Buch möchte ich das persönlich anerkennen und würdigen. Da mein Vater, als ihr Ehemann, auch daran beteiligt war, steht auch ihm ein Teil dieser Ehre zu.

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Palmenallee im Botanischen Garten in Kalkutta

Palmenallee im Botanischen Garten in Kalkutta

Der dritte und nicht minder wichtige Aspekt ist mein „Onkel“ Deboo,

Dr. Debabrata Chatterjee. Ihm müsste ein Denkmal gesetzt werden!

Durch seine Arbeit als Botaniker, durch seine Forschung hat er dazu beigetragen, die Hungersnöte in diesem riesigen Land Indien zu minimieren. Ich bin der Meinung, es reicht nicht aus, „nur“ eine Straße im Botanischen Garten von Kalkutta nach ihm zu benennen, wie geschehen. Ganz sicher hätte er noch viel mehr Großartiges geleistet, wäre er nicht so früh und so tragisch ums Leben gekommen.

...der Entstehung, Berichte -divers- , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

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