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Besuch im Kloster Eberbach

8 November 2011

Für mich, als Autorin, ist es natürlich immer wieder schön zu einer Lesung eingeladen zu werden. Dass der Veranstalter sich aber im Anschluss daran auch noch mit einem einem ganz besonderen Ausflug bedankt, ist nicht nur schön, sondern in diesem Fall sogar etwas ganz Besonderes gewesen.

Der Kreuzgang/Innenhof

Der Kreuzgang/Innenhof

Eigentlich war diese „Überraschung“ genau so besonders, wie der gesamte Event, denn die Idee des Veranstalters –einer politischen Organisation– sich ganz dem Bürger zuzuwenden, als Partei völlig zurückzunehmen und „lediglich“ dem Mitbürger die Möglichkeit zu einer geförderten Kulturveranstaltung zu bieten, war in Zeiten großer Politik-Verdrossenheit schon ein „besonderer Weg“ –  so eine Art von: „zurück zu den Wurzeln, zurück zum Wohlergehen des Einzelnen“.

Der Gedanke, dass sich nicht Hunderte zum Künstler einer Veranstaltung begeben müssen, sondern ein Künstler zu Hunderten von Gästen ist dabei sicherlich ganz im Thema der SPD Hohenstein. Das nennt man dann wohl auch eine Form von „Energie-Effizienz“ 😉 – womit sich der SPD-Ortsverein der Gemeinde Hohenstein ohnehin stark beschäftigt, was man deren Internetseite schnell erkennen kann. Alles in allem also eine absolut nachahmenswerte Haltung und eine Idee der Umsetzung, wie ich sie gerne unterstützt habe.

Der nächste Tag begann also ebenso besonders, wie der vorherige aufgehört hatte. Ein herrlich sonniger Novembertag, wie aus dem Bilderbuch. Die Helfer der Veranstaltung, waren zusammen mit mir eingeladen, an einer „etwas anderen“ Führung durch das Kloster Eberbach teilzunehmen. Was daran so „anders“ sein sollte, sollten wir aber zunächst nicht erfahren und so blieb die Spannung bis zum Parkplatz am Kloster einfach auf einem hohem „Neugier-Niveau“.

Dass in diesem berühmten Kloster alle Innenaufnahmen für den weltberühmten Kinoerfolg „Der Name der Rose“, von Umberto Ecco gemacht worden sind,war mir bekannt. Auch brachte ich es sofort mit den gehobeneren, hessischen Weinen in Verbindung und erinnerte mich vage daran, dass es dort „eine ganz besondere Schatzkammer“ geben musste, die vor vielen Jahren mal durch einen Wassereinbruch schweren Schaden genommen hatte.

Mit der erkennbaren Silhouette des Klosters am Horizont kam mir gleich wieder die Paraderolle von Sean Connery als „Bruder von Baskerville“ in Erinnerung sowie das ein oder andere charakterstarke Gesicht, wie es die Mystik und Zeit des Filmes kaum hätte besser widerspiegeln können. Schon im Foyer des Eingangsbereiches lachte uns der Schauspieler in seiner beeindruckenden Mönchskutte von den dort ausgehängten Plakaten entgegen.

Wer sich genauer mit Kloster Eberbach auseinander setzt (und das kann ich voller Begeisterung jedem raten) erkennt schon sehr bald, dass die Geschichte dieses Klosters äußerst eindrucksvoll, geschichtsreich ist. Als ältestes, so gut erhaltenes (nicht barockisiertes) Kloster der Welt, weht einem dort der Hauch der Geschichte besonders beeindruckend um die Ohren. Gerade im Schatten des sonnigen Novembertages erlebten wir am eigenen Leib, unter welch harten Lebensbedingungen die damaligen Zisterzienser-Mönche und ihre Laien-Brüder arbeiten, leben und leiden mussten. Wir durften die erzählten Geschehnisse und Geschichten höchst intensiv und hautnah erfahren, denn unsere Führerin durch diese heiligen Stätten war in und um Kloster Eberbach groß geworden und man spürte förmlich mit welcher Liebe und Hingabe sie sich dieser Ehre bewusst war.

Gewiss lag dies also nicht nur an dem alten, doch sehr gut renovierten Gemäuer, einer so liebevoll und Detail getreuen Sanierung und Aufbereitung, sondern vor allem auch an unserer jungen, wissensreichen Fremdenführerin, Frau Pfaff, die die Geschichte des Klosters schon seit ihrer Jugend  interessierte, wurde doch ihr Großvater in diesem Kloster geboren, als es nach dem zweiten Weltkrieg gerade wieder mal umfunktioniert wurde und als Lazarett und Flüchtlingslager vielen Menschen eine neue Anlaufstelle wurde.

Dass wir bei diesem Rundgang sogar in die Schatzkammer der hessischen Staatsweingüter, schauen konnten, gehörte sicherlich zu den genannten Besonderheiten, die wir alle sehr zu würdigen und schätzen wussten, war es doch ein Erlebnis, das wohl wirklich nicht jedem zugänglich gemacht werden kann, bedenkt man, dass dort Weine im zweistelligen Millionenbereich lagern und bereits eine Flasche auf der jährlichen Versteigerung den Wert von 58.000 €uro erzielt hat.

Aber damit nicht genug der Besonderheiten, denn nach der sehr ausgiebigen Führung und Besichtigung, die mit ganz viel Geschichte und Geschichtchen gespickt war, setzte man noch ein Sahnehäubchen „oben auf“ und wir wurden bei Sonnenschein im Weinberg der hessischen Staatsweingüter zu einer Wein- und Traubensaftprobe mit fröhlichem Picknick bei „Breze’n und Spundekäs‘ “ eingeladen und verköstigt. Eine Spezialität der Region, die ich nicht kannte und mit Freude verzehrt habe.

Kurzum: es war eine sehr gelungene, interessante und ganz wunderbare Überraschung, die nur mit einem Resümee enden kann: Nämlich auch Ihnen mal einen Besuch in diesem Kloster Eberbach mit allem Nachdruck nahe zu legen – es ist schlichtweg ein Erlebnis und deshalb absolut zu empfehlen.

Ob Frau Paff hiermit für uns eine Ausnahme machte und der SPD-Hohenstein nur half, diese Überraschung perfekt zu machen oder ob man eine derartige Führung buchen kann, haben wir vor lauter Begeisterung nicht  gefragt. Doch wenn es so etwas zu buchen gäbe, dann kann ich Ihnen eine solche wirklich ans Herz legen – denn dieses Mal, war ich die begeisterte Zuhörerin und kann nur sagen: es lohnte sich – in jeder Hinsicht.

Ein herzliches Dankeschön an die SPD-Hohenstein für diese gelungene Überraschung – einfach nur …
D-A-N-K-E-S-C-H-Ö-N

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